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Traditionell ist der züchterische Auftakt eines jeden Jahres die Hengstkörung, welche besonders heuer bei herrlichem Kaiserwetter von einer noch größeren Zuschauermenge aus aller Welt begeistert verfolgt wurde. Für die Präsentation der 16 besten Hengste, die über 3 Jahre auf dem Fohlenhof und der Hengstalm in einer Herde artgerecht aufgezogen wurden, kamen über 1000 interessierte Beobachter aus aller Welt in das Haflinger-Zentrum nach Ebbs. Die 3-jährigen Junghengste wurden dabei erstmals einer breiten Züchterschaft vorgestellt und die zukünftigen Vererber ausgewählt. Seit hunderten Jahren ist diese Auswahl für Zuchthengste in allen Rassen und in ganz Europa einer der wichtigsten Tage eines Zuchtjahres. Die Hengstkörung des Tiroler Haflinger Pferdezuchtverbandes ist dabei der wichtigste Körtermin dieser Rasse weltweit. Tirol gilt unbestritten als Blutquelle für die internationale Haflinger-Zucht und die Bedeutung der Körung, die jährlich in Ebbs am 1. Samstag im Februar stattfindet, wird dadurch verständlich. Zuchtexperten aus Dänemark, Schweden, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Schweiz, Deutschland, Italien, Tschechien, der Slowakei, Großbritannien und natürlich ganz Österreich waren wieder nach Ebbs gekommen, um der Auswahl der neuen Deckhengste beizuwohnen.
In der üblichen Weise wurden die Hengstanwärter vorerst der Kommission, bestehend aus Verbandsgeschäftsführer Johannes Schweisgut, Verbandsobmann Hans Strobl, den beiden Verbandsobmannstellvertretern Romed Posch und Oswald Hochfilzer, sowie dem Amtstierarzt Dr. Peter Kastlunger vorgestellt.
Siegerhengst wurde der Hengst liz.431/T Woodland, gezüchtet von Johann Painer aus Rum bei Innsbruck. Dieser Spitzenhengst wird die nächsten Jahre im Zuchtgebiet Tirol im Oberen Gericht zum Deckeinsatz kommen. Der Haflinger Pferdezuchtverband Tirol hat diesen Hengst trotz zahlreicher Angebote aus mehreren Ländern nicht zum Verkauf angeboten, sondern will mit diesem Hengst eine noch stärkere Qualitätsverbesserung im eigenen Land erzielen.
Reservesieger wurde der Hengst liz.431/T Amedi, gezogen vom Fohlenhof Ebbs, der in Zukunft in Deutschland für zahlreiche Nachkommen sorgen wird.
Die Körung in Ebbs hat wiederum bewiesen, dass der Fohlenhof nicht nur geistiges Weltzentrum der Haflinger-Zucht ist, sondern dass für alle 70 Nationen die Haflinger züchten, die Hengste aus dem Fohlenhof nach wie vor Weltspitze bedeuten. Die Ebbser Hengste sind weltweit gefragt und sorgen bei den 250.000 Haflingern die es weltweit gibt für die beste Nachzucht.
Die Exterieurbeurteilung war nach der harten aber artgerechten Aufzucht, der erste Schritt als Zuchthengst. Die Decksaison wird die erste Prüfung sein und die Qualität der Stuten die zu den Hengsten zum Decken kommen wird eine erste Latte für den Fohlenjahrgang legen. Als nächsten Schritt haben dann die Hengste den Haflinger Eignungstest im September zu absolvieren und dabei werden die Eigenschaften im Reiten, in Dressur und Springen und im Fahren von einer unabhängigen Kommission überprüft.
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